Gedichte - Besim Xhelili

Schriftsteller / Dichter / Novelist
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Werke
ZUFÄLLIG

Voller Schmerz werden wir uns irgendwo zufällig treffen
Wie am ersten Abend als mich deine Schönheit berührte,
Aber mit kaltem Lächeln werden wir uns jetzt begegnen
Wie das Eis eines späten Winters, der die Lippen erstarrt,
Erbeben werden unsere Herzen wie nie zuvor
Denn einige Jahre vergangen sein, wieder sind wir hier
Du kannst es dir nicht vorstellen
Auch an dem Tag werde ich dich immer noch lieben …


WIE DAMALS
 
Nur deine Augen geben meiner Agonie Antworten
Auch im Schlaf kann der verängstigte Verstand nicht ruhen ...
Eile zu mir um gemeinsam zwischen Büchern und Liedern zu verweilen
Und auf unseren entflammten Brüsten die Sterne hinabfallen zu lassen,
Wie damals unsere Hände zärtlich zu streicheln,
Mit der Stimme des Geistes lebendige Melodien zu singen
Und so über die vernichtende Gefangenschaft hinauszugehen ...


FREUNDSCHAFT

Herzschläge schützen und bewahren die Freundschaft
Ich bin so verletzt, sterbe und lasse dich aber nicht los,
Oft ermüdet ein chaotischer Augenblick die armseeligen Nächte
Meine Hände ließest du leer zwischen den hoffnungslosen Gebeten!
Aber über das Geheimnis deines feurigen Lächelns hinaus
Berührt ein Funkeln der Sehnsucht das Unsichtbare zwischen uns
Und unsere Kröpfe mit einer Leidenschaft der Liebe entflammt ...


EINE TRÄNE

Du siehst wie atemraubend die Luft mir im Halse steckt
Ich erwarte einige Augenblicke der Ewigkeit aus deiner Stimme
Und der Vers der Gedichte bekommt Schwung und Lebendigkeit …
Oh, wie langsam mein Herz zerbricht und so fern bist du!
Aus deinen Augen ist keine Tränenperle für uns sichtbar,
Aber meine Gefühle mich immer zu deiner Augenbraue führen
Und kein einziger Tropfen Blut in meinem Körper verweilt …


MITGEFÜHL

Mitgefühl berührt die Tiefe meines Brustkorbes
Sobald gräuliche Gedanken mir im Kopf kreisen …
Deine schönen Augen kreuzen meine nicht mehr!
Wie sehr ich mir wünsche deine Lippen kurz zu stehlen
Im sehnsuchtsvollen Schatten des Entsetzens aber ließest du mich
Und mit Gift mir die Türen der Träume verschlossen,
Du Teure nimm jetzt endlich auch meinen Atem …


VIELE JAHRE

Fast sechs Monate her, dass wir uns nicht gesehen haben
Sieh doch wie ruhig und tränenlos deine Augen sind
Und ich schreie verängstigt Verwirrendes in den Träumen!
Mit der Uhr der Seele und des Himmels zählte ich die Zeit
Die Verse schlungen sich um meinen Hals wie damals dein Lächeln.
Meine Freundin viele Jahre voller Sehnsucht werden noch vergehen
Wenn der Atem mich verlässt, dann wenigsten an diesem Tag stehe mir nahe ...


DER KLEINE WUNSCH
 
Es soll sich erfüllen! –
Wenigstens mein kleinster Wunsch:
Der, der wahrhaft aus meiner Seele kommt,
Der, der in meiner Brust lodert,
Der, der mich verrückt werden lässt,
Der, von dem ich überzeugt bin,
Für den ich lebe,
Für den ich sterbe …
Ach, wertlose Fantasie
Was wäre wenn sich jedem
Der Wunsch erfüllt?! …


FÜSSE DES SCHMERZES

Tiefe, unreine Finsternis
Hat sich über das Heilige Feld gelegt.
Die Kraft des frischen Auges
Hat sich im Absurden verloren.
Eine reine Träne perlt entlang der Nase,
Tropft auf den endlosen See,
Dort unter den Füssen des Schmerzes,
Dort wo sich begegnen:
Angst und Zuversicht
Erinnern und Vergessen
Verachtung und Mitgefühl
Sünde und Wahrheit
Verzagen und Ruhe
Hölle und Glück ...!
Dort, wo der listige Teufel
Die Füße verstümmelt...


ZUJUBELN

Als die Träne aus dem magischen Auge floss
Trocknete der Morgentau auf dem Gras,
In den dunklen Tälern der Seele
Jubelten die Elenden mit blutigem Mund.

In der Hitze die die feurige Sonne brachte
Wurde das Blut im Mund zu Vulkanlava,
Die hungrigen Schlangen gingen auf den Platz,
Zujubeln auf den Straßen, Zujubeln auf den Bergen
Wie die Kopflosen …

Der lange Tag hatte keinen eigenen Sinn
Der Staub bedeckte die getrockneten Augen,
Da oben auf dem Kamin des Turmes
Betrogen Dämonen die Hüter des Himmels
Abgrund…


WACH

Mein Ich hat mich ermüdet
Indem ich mich durch die Stadt zerrte,
Und dieser erste Monat des Jahres
Und die Nachrichten des Tages…

Der Tod der Mutter des Dichters traf mich tief
Die betrügerischen Bettler ließen mich nicht in Ruhe,
Unkontrollierbar scheinen mir die Gedanken
Als wäre ich vom vorigen Jahrhundert erwacht.

Schnell brach die Dunkelheit herein,
Der Mond lachte mich an
Die echten Bettler blieben ohne Almosen,
Der Dichter verbrachte den Tag ohne seine Mutter
Noch immer bin ich wach…


ZEICHEN VON DEN TOTEN

Ich fesselte die Gefühle zwischen den Zeilen,
in Angst, wie ein Verfolgter.
Lief davon mit der Klage im Kelch des Stiftes.
Die Poesie kam mir hinterher ...

Die Natur hatte ihr Aussehen gewandelt,
die Oliven am heiligen Feld waren gereift.
Das Meer glich dem Schlachtfeld.
Ich ging über die Ruinenbrücke.

Auf der anderen Seite der tausendjährigen Phantasie
erwartete sie mich mit Blumen der Doppelzüngigkeit.
Aus den Galle gefüllten Bechern
tranken die Betrüger ihre Sünden.

Der Frühling nahte wie jedes Jahr.
Die Leblosen verlangten Augen.
Über den Gräbern wuchsen die ersten Weiden,
Zeichen der Toten ...

(Aus dem Albanischen Kurt Gostentschnigg)


LANGER TAG

Leeres Zimmer, Neugier
Seelenlose Schatten, trockene Kälte
Materie und Antimaterie
Unschuld, Niederlage
Skrupel…

Im Krieg spricht man nicht
Über Vergnügungen…

Maschinenlärm
Das Theater verschlossen mit einem Schloss
Die zerfallenden Bühnenfiguren
Erregen keine Freude.

MAL ZU MAL

Gingen zum Brunnen um Wasser zu holen
Fanden das Blut der Vorfahren
Hinterrücks auf der Flucht getötet
Und einige ausgetrocknete Blumen.

Ihre Seele sprach aus dem Jenseits
Der Wind pfiff schmerzvoll
Alte stämmige Eichen der Arbnoren
Liesen das Land beben.

Aus der Ferne war zu hören
Das Lied des Glücks und der Hoffnung
Das war das Weinen der sehnsuchtsvollen Herzen
Der Weisenkinder.

Oh, bei Gott im Himmel
Auch die Tränen waren feurig
Meine Seele vereinte sich mit dem Lied
Mal weinend mal mit Freudentränen.


HERBST

Wieder nährt sich ein Herbst
Ich mache mich auf dem Weg
Die Blätter auf die Straßen zu sammeln
Die ein Liebessturm vermischte
Und die träne werde ich verstecken.

Jeder Nacht werde ich
Mit dem schwarzglücklichen Traum schlafen
Die leere Ruhe wird die Uhrenzeiger anhalten,
Im hässlichen Himmel der Vernichtung
Kämpfen werden die Gefühle der Lust.

In der Magie die die Herzschläge beruhigt
Dein süßes Wort wird den Hass versinken
Der ferne Dichter, Barfuß und am Ende der Kräften
Wird sich mit den Geheimnissen der Nacht begegnen.

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Beste Grüße,
Besim Xhelili


@ 2017 Besim Xhelili
E-Mail:
Tel.: +43 (0) 660/ 486 6191
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